GX-Produktneuheit · Faktencheck September 2026
Victron Cerbo GX MK3: mehr Reserven für anspruchsvolle Energiesysteme
Der Cerbo GX MK3 führt das bekannte Cerbo-Konzept weiter: zentrale Überwachung, Steuerung und Kommunikation für Victron-Systeme – jetzt mit mehr Spielraum für viele Geräte, umfangreiches Monitoring und anspruchsvollere Automatisierungen.
Was ist beim Cerbo GX MK3 neu?
Der Cerbo GX ist die Kommunikationszentrale innerhalb eines Victron-Energiesystems. Er verbindet unter anderem Wechselrichter/Ladegeräte, Solarladeregler, Batterien und Sensorik. Über Venus OS lassen sich die angeschlossenen Komponenten lokal oder aus der Ferne überwachen und steuern – beispielsweise über das VRM Portal, die Remote Console oder ein optionales GX Touch 50 beziehungsweise GX Touch 70.
Beim MK3 liegt der wichtigste Fortschritt nicht in zusätzlichen Buchsen, sondern in den größeren Leistungsreserven. Das zeigt sich auch in den offiziellen technischen Daten: Victron nennt für den Cerbo GX MK3 bis zu 25 mögliche VE.Direct-Geräte. Beim MK2 sind es bis zu 15. In diese Gesamtzahl fließen direkt angeschlossene Geräte sowie VE.Direct-Geräte über USB ein. Victron weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Grenze überwiegend von der verfügbaren Rechenleistung abhängt.
Bekannte Anschlüsse – mehr Kapazität im gleichen Konzept
Wer bereits mit dem Cerbo GX arbeitet, muss sich beim MK3 nicht umstellen. Die bewährte Anschluss- und I/O-Ausstattung bleibt erhalten. Damit eignet sich das Gerät weiterhin für stationäre ESS-Anlagen, Offgrid-Systeme, Marine-Anwendungen, Reisefahrzeuge und Hybridgeneratoren.
Venus OS 3.80 erweitert die Möglichkeiten
Parallel zur neuen Hardware entwickelt Victron auch Venus OS weiter. Die Version 3.80 wurde im September 2026 offiziell veröffentlicht. Zu den Neuerungen gehören Verbesserungen für Node-RED und Signal K, ein Portrait-Modus für die Bedienoberfläche, sichereres Pairing für Victron EV Charging Stations und erweiterte Bluetooth-Funktionen.
Besonders interessant ist GX Opportunity Loads. Damit kann ein GX-System flexible AC-Verbraucher abhängig vom verfügbaren Solarüberschuss steuern. Unterstützt werden unter anderem Victron EV Charging Stations und geeignete Shelly-Geräte. Das hilft dabei, selbst erzeugte PV-Energie gezielter im eigenen System zu nutzen.
Für wen lohnt sich der Cerbo GX MK3?
Der MK3 ist vor allem dann interessant, wenn ein System wachsen soll oder bereits viele Datenpunkte verarbeitet. Dazu zählen Anlagen mit mehreren Solarladereglern, umfangreicher Sensorik, zahlreichen VE.Direct-Geräten, Marine-Integrationen oder eigenen Node-RED-Automatisierungen. Auch für Installationen, die langfristig Reserven für neue Venus-OS-Funktionen benötigen, ist der MK3 die naheliegende Cerbo-Variante.
Ein vorhandener Cerbo GX MK2 muss dagegen nicht automatisch ersetzt werden. Wenn die Anlage stabil läuft, die Gerätezahl ausreicht und keine hohe Prozessorlast entsteht, bleibt der MK2 eine passende Lösung. Der MK3 bietet in diesem Fall vor allem mehr Reserve – nicht mehr Ein- und Ausgänge.
Cerbo GX MK3, Ekrano GX oder Nucleo GX?
Für viele angeschlossene Geräte, integrierte I/Os, optionale GX-Touch-Displays und anspruchsvollere Automatisierung.
Wenn ein fest integriertes 7-Zoll-Touchdisplay im Mittelpunkt steht und keine getrennte Displaymontage gewünscht ist.
Als kompakte GX-Zentrale für Systeme, die keine eingebauten Tank-, Temperatur-, Digital- oder Relaisanschlüsse benötigen.
Fazit
Der Cerbo GX MK3 ist kein reines Anschluss-Upgrade. Seine Stärke liegt in den zusätzlichen Reserven für größere und komplexere Victron-Systeme. Offiziell bestätigt sind die bekannte Cerbo-I/O-Ausstattung, die Modellnummer BPP900451130 und die höhere maximale VE.Direct-Gerätezahl. Wer viele Komponenten vernetzt, Automatisierungen nutzt oder ein zukunftsfähiges GX-System plant, bekommt damit die leistungsfähigere Cerbo-Basis.












