Was ist eine Monoblock Wärmepumpe?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Alle Komponenten in einem Gehäuse, kompakte Bauweise
- Kein Kälteschein für die Installation nötig
- Typische Leistungsklassen: 6 kW bis 42 kW
- Kältemittelkreislauf werkseitig geschlossen, wartungsarm
- Geeignet für Neubau und Bestandsgebäude
Eine Monoblock-Wärmepumpe ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, deren Kältemittelkreislauf vollständig in einem einzigen Gehäuse untergebracht ist. Im Gegensatz zur Split-Wärmepumpe entfällt eine separate Inneneinheit. Die Außeneinheit nimmt thermische Energie aus der Umgebungsluft auf, hebt das Temperaturniveau über den Verdichter an und gibt die Wärme über einen Wärmetauscher an den Heizkreislauf ab. Eine flexible Installation ist möglich, weil ausschließlich isolierte Wasserleitungen ins Gebäude geführt werden.
Komponenten einer Monoblock-Wärmepumpe
Jede Monoblock-Wärmepumpe enthält vier zentrale Komponenten: den Verdampfer, den Verdichter (Kompressor), den Kondensator (Verflüssiger) und das Expansionsventil. Diese Komponenten bilden gemeinsam den Kältekreislauf. Da der Kreislauf werkseitig befüllt und geschlossen ist, sind keine vor-Ort-Lötarbeiten am Kältemittel nötig, und genau deshalb darf eine Monoblock-Wärmepumpe ohne Kälteschein installiert werden. Diese rechtliche Erleichterung gilt gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 517/2014 für hermetisch geschlossene Systeme.
Wie effizient arbeitet eine Monoblock-Wärmepumpe?
Die Effizienz wird über die Jahresarbeitszahl (JAZ) und den COP (Coefficient of Performance) gemessen. Moderne Geräte erreichen JAZ-Werte zwischen 3,5 und 4,5, das bedeutet, dass aus 1 kWh Strom rund 3,5 bis 4,5 kWh Heizwärme entstehen. Die kompakte Bauweise führt bei sehr großen Leitungswegen zu geringen Wärmeverlusten; bei fachgerechter Planung sind diese jedoch vernachlässigbar.